Bramfelder SK - Jugendabteilung

2. Schach-Freizeit der BSK-Jugendabteilung

Ratzeburg 2000



Hier ein erster Bericht von Jugendwart Peter Schneider (die Seite wird noch überarbeitet, sobald die Fotos fertig sind):

Wie schon im letzten Jahr, als wir eine Zeltreise in die Lüneburger Heide machten, fand auch in diesem Jahr zu Himmelfahrt wieder eine mehrtägige Reise unserer Jugend statt. Leider konnten aus verschiedenen Gründen nicht alle unserer Jugendlichen teilnehmen, obwohl der Teilnehmerbeitrag von DM 70,- kein Hindernisgrund gewesen sein sollte, zumal ja auch noch die Möglichkeit eines Zuschusses bei Härtefällen bestand. Wieder fanden sich Eltern und Klubmitglieder, die unentgeltlich Fahrdienste übernahmen, so dass damit unsere Kasse nicht belastet wurde.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders für ihre Hilfe bedanken bei Frau Bambus-Hein, Mutter von Jenny, und unserem Mitglied Norbert Fortmann, der auch Lehrer und Leiter der Schulschachgruppe am Gymnasium Bramfeld ist.

Von Mittwoch Morgen, dem 31.5. bis Samstag Mittag/Abend, dem 3.6. waren wir in der Jugendherberge Ratzeburg. Wir, das sind:  Jenny Hein(16), Viktor Su(15), J.P. Schneider(14),
"Jon-Jon" Schneider(12), Philipp Müller, Philip Craib, Christopher Machura, Tobias Sölch (alle 11 J), Valentina Schick(10), Martin Craib(7), Georg Schick(6) und der Autor dieser Zeilen, Peter Schneider(49), und Dennis Wolkenhauer(17) als Betreuer.

Neben dem obligatorischen 20-Minuten-Schnellturnier im Schweizer System mit fünf Doppelrunden fand auch jeden Abend ein Blitzturnier in zwei Gruppen a sechs Spielern statt, wobei jeweils die letzten beiden der ersten Gruppe und die beiden Besten der zweiten Gruppe ab- bzw. aufstiegen. Die erste Doppelrunde des Schnellturniers spielten wir schon am Nachmittag des Ankunftstages und danach je zwei Doppelrunden an den folgenden Vormittagen. Leider waren wir durch meine Teilnahme, die in demokratischer Abstimmung von den Spielern gewünscht wurde, nicht geradzahlig, so dass jeweils ein Spieler aussetzen musste. In der Schlusstabelle steht Viktor eigentlich der erste Platz zu, da ich im direkten Vergleich gegen ihn mit nur einem halben Punkt aus zwei Partien ziemlich alt aussah.
 

Schachfreizeit des BSK 47 - Schnellturnier Ratzeburg 2000

Fortschrittstabelle: Stand nach der 5. Runde (nach Rangliste)
Nr. Teilnehmer 1 2 3 4 5 Punkte Buchh SoBerg
1.Peter10S29W23S24W12S½7.531.044.25
2.Viktor6S24W17S19W21W1½7.529.543.75
3.Denniss25S21W07W24S17.025.529.50
4.Philipp M.8W22S15W1½1S13W16.533.541.75
5.JoJo12S23W04S½10W28W26.526.028.25
6.Tobias2W011S1½8W012S213S25.522.016.50
7.Philip Cr.11W113S22W13S09W15.026.521.50
8.Jenny4S010W16S213W25S05.025.520.00
9.Christopher13W21S012W22S07S15.024.514.00
10.J.P.1W08S111W25S0w25.024.015.00
11.Valentina7S16W½10S0w212W1½5.018.011.50
12.Georg5W0s29S06W011S½2.522.02.50
13.Martin9S07W0s28S06W02.020.50.00

In unseren Blitz-Abenden zeigte sich Philipp Müller als klarer Sieger. Von 15 Partien an drei Abenden verlor er keine einzige Partie und gab nur am ersten Abend je einen halben Punkt an Dennis und Viktor ab.

Außer Schach wurde aber auch noch Tischtennis gespielt (Schachspieler sollten auch körperlich fit sein!); Viktor hat hier ein Turnier auf die Beine gestellt und mit reger Beteiligung durchgeführt. Sieger wurde Tobias; die Turniertabellen werden von Viktor noch nachgereicht.

Außerdem fanden wir zweimal Gelegenheit zum Schwimmen und Baden  in der unmittelbar benachbarten beheizten Schwimmhalle und auch im direkt angrenzendem See, dessen Temperatur zwar etwas niedriger lag, was die meisten von uns allerdings nicht abschrecken konnte.

Nach dem Blitzturnier wurden die Abende mit Gesellschaftsspielen wie Monopoly, Siedler von Catan, Scrabble, Elfenland, Rummykub u.ä. beendet. Hierbei herrschte, wie in Jugendherbergen üblich, ab 22 Uhr Nachruhe.

Am Freitag verlegten wir das Abendessen mit gegrillten Würstchen und Salaten ins Freie. Später starteten wir  gegen 22 Uhr zu einer Nachtwanderung rund um den Großen Küchensee. Zu meiner Überraschung wollten gerade die Älteren lieber in der JH bleiben und spielen, so dass ich dann nur mit Jenny und den sieben Jüngsten loszog. Erst gegen Mitternacht kamen wir wieder zurück.

Höhepunkt der ganzen Reise war am Himmelfahrtstag die Foto-Rallye von der JH zum etwa 7 km entfernten Schmilau, die wir in zwei Gruppen angingen. Zwar hatte die jüngere Gruppe um Dennis etwas geschummelt, indem mehr Passanten nach dem Weg gefragt als die auf den Fotos gezeigten Motive gesucht wurden, aber nach gut eineinhalb Stunden kamen beide Gruppen in kurzem Abstand am Ziel, dem Kulturbahnhof Schmilau, an. Hier bestiegen wir dann zusammen mit einem Führer eine große Draisine und hatten das für die meisten von uns bisher einmalige Erlebnis, mit einem "Muskelzug" durch die wunderbare Landschaft südlich des Ratzeburger Sees zu fahren. Getränke hatten wir reichlich an Bord und das Wetter war optimal, wie immer während der gesamtem Reise. Abwechselnd wurde "gepumpt" und die Querung von Feldwegen oder gar Straßen sorgte immer wieder für Abwechslung. Leider - oder zum Glück, jetzt im Nachhinein betrachtet - kamen wir nicht ganz bis zum 9 km entfernten Hollenbek, denn eine Arbeitsdraisine stand uns im Weg; zwar hätten wir auch umsteigen können, aber nach kurzer Diskussion und Abstimmung entschlossen wir uns zur Umkehr. Schließlich mussten wir von Schmilau ja auch noch zur JH zurück und da wollten und konnten wir wegen der üblichen Essenszeiten nicht zu spät eintreffen.

Am Samstag ging es dann aus verschiedenen Gründen getrennt zurück. Am Mittag holte Norbert Fortmann meine Jungs, die unbedingt zu einem Pokemon-Event nach Hamburg mussten, sowie Viktor, Dennis und Philipp Müller ab. Denn Norbert hatte nur am Vormittag die Gelegenheit uns zu helfen und die o..g. Mitfahrer hatten wenig Lust, am Nachmittag mit dem RMH-Bus nach Hamburg-Wandsbek ZOB zu fahren und dann noch Richtung Steilshoop umzusteigen. Mit dem Rest der Truppe gingen wir dann auf Entdeckungstour durch Ratzeburg. Von der Oldtimer-Rallye bekamen wir leider nicht mehr viel mit, aber wir fanden eine preiswerte Bootsvermietung für Tretboote. Von hier fuhren wir in zwei Booten mit je vier Personen einmal um die ganze Ratzeburger Insel. Danach stärkten wir uns dann in der Stadt bei Pommes und Currywurst. Bis zum Eintreffen von Frau Hein und der Rückfahrt nach Hamburg verbrachten wir die Zeit dann an der Badestelle mit Spielen am Strand.

Wieder einmal hatten wir eine sehr schöne Erfahrung gemacht und ich möchte mal annehmen, alle Kinder teilen meine Auffassung. Mal ganz abgesehen vom Wetter, welches ganz optimal mitspielte, war auch der Umgang untereinander und mit mir im großen und Ganzen einfach und nett.

Auch die Haus-und Heimordnung samt Mülltrennung und Aufräumen der Zimmer wurde prima beachtet. Und was Sicherheit und Disziplin angeht, war unsere Mannschaft vorbildlich. Zwar hatten insbesondere unsere Jüngsten, Georg und Martin, hin und wieder mal etwas Stress miteinander, aber man sollte das nicht überbewerten. Schließlich machen wir ja solche Fahrten nicht nur, um Schach und andere Spiele zu spielen, sondern auch um zu lernen, miteinander umzugehen. Und wenn man alles schon vorher kann, lernt man ja nichts dazu, oder? Ich bin jedenfalls gerne wieder bereit, auch im nächsten Jahr wieder so eine Fahrt zu organisieren und würde mir wünschen, dass möglichst alle unsere Schachkids mitkommen.

Peter Schneider
(Jugendwart)



Jugendlogo
Zurück zur Jugend-Startseite
Zurück zur Homepage